Insel der Seligen

Domenikanische-Republik-16×9

Das Jahr 2016 bringt zu Beginn vor allem trübe – und feuchte – Aussichten. Deswegen schauen wir mal dorthin, wo es schön ist und man in Shorts Golf spielen kann. Der erstaunliche Aufschwung der Dominikanischen Republik.

Kommen die Auszeichnungen wegen des Publikums oder kommt das Publikum aufgrund der Ehrungen? Egal wie, die Dominikanische Republik erlebt derzeit eine erstaunliche Hausse auf dem Markt der Destinationen. So wurde die Insel-Republik 2015 bereits zum vierten Mal von der IAGTO, einem Verband internationaler Veranstalter, zur Golfdestination des Jahres in der Karibik und in Lateinamerika gekürt. Kunststück, weist doch der östliche Teil der zweitgrößten Karibikinsel, der ihr Entdecker Christoph Kolumbus entzückt vom landschaftlichen Reiz den Namen Hispaniola gegeben hat, derzeit 28 Golfplätze auf – so viele wie kaum eine andere Insel dieser Erde.

Und weil es in der Natur einer Insel liegt, von Wasser umgeben zu sein, und man sich hier dessen schamlos bedient hat, um Golfplätze schier hineinzubauen ins Meer mit grandiosen Szenarien, trägt die Dominikanische Republik dieses Prädikat wohl zu Recht. In früheren Zeiten waren es vorwiegend extrem preisbewusste Pauschaltouristen auf der winterlichen Suche nach Sonne, Sand und Meer, die die riesigen All-inclusive-Hotelanlagen der “Dom Rep” von Europa aus überschwemmten.

Dye-Fore-Course-and-marina

Die US-Amerikaner entdeckten die Insel bereits vor circa 40 Jahren für ihren Golfsport und beauftragten nach und nach die besten Architekten mit dem Bau von entsprechend guten Golfplätzen: Papa Pete Dye war der Erste, und sein “Teeth of the Dog” auf der karibischen Seite gleich der Hammer, legendär bis heute in der hochluxuriösen Ferienstadt Casa di Campo in der Nähe der zweitgrößten Stadt La Romana. Mit “Dye Fore” hat er sich im hohen Alter von 85 dort ein weiteres 27-Löcher-Denkmal gesetzt. Dazu gehören noch “The Links” und der “Romana Country Club” sowie weitläufige Apartment- und Hotelanlagen, Luxusvillen, exquisite Strand-Restaurants und alles, was man braucht, wenn Geld keine allzu große Rolle spielt.

Ihm folgten die Herren Jack Nicklaus, Robert Trent Jones sen., Gary Player, Tom Faszio, Greg Norman und der Sohnemann Dye. Die lassen sich natürlich alle nicht lumpen, wenn sie so perfektes “Material” vorfinden wie beispielsweise die steile, Insel der Seligen zerklüftete Ostküste. Dort ist Jack Nicklaus mit “Punta Espada” ein Meisterstück gelungen, das Eingang gefunden hat in die Top Ten der besten Golfplätze der Welt. Den Atlantik immer im Blick, spielt man atemberaubende Löcher, zum Teil über Klippen hinweg.

Inzwischen ist ein ganzer Kranz von Anlagen die Ostküste entlang hinauf bis in den Norden entstanden. Einige davon wie “La Cana”, “Corales” oder “Iberostar Bávaro” stehen Ersterem kaum nach. Private Investoren haben extra den Flugplatz Punta Cana in diese Region gebaut und damit kein Geld verloren. Die Zahl der Fluglinien, die ihn ansteuern, nimmt ständig zu. Auch deren Businessclass ist mittlerweile längst gut gebucht, auch wenn so mancher hochfliegende Plan zum Bau weiterer Luxus-Resorts aufgrund der US-Finanzkrise 2008 unvollendet blieb.

Dafür hat das Tourismus-Ministerium heftig in die Infrastruktur investiert und eine vierspurige Autobahn gebaut, wo bisher nur staubige Landstraßen zur Verfügung standen. Diese verbindet Punta Cana mit La Romana. In einer Stunde Fahrzeit von der Ost- bis zur Südküste erreicht man jetzt 17 verschiedene Top-Plätze. Prompt stiegen die Besucherzahlen 2014 bisher im zweistelligen Prozentbereich, auch und speziell aus deutschsprachigen Landen. Bei den in Qualität und Preis sehr unterschiedlichen Angeboten lohnt es sich, genau hinzuschauen.

Weitere Informationen: www.godominicanrepublic.com

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