Langers Heimspiel

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Deutschlands Ausnahmegolfer Bernhard Langer ist 2019 nur bei einem einzigen deutschen Profiturnier zu sehen – der WINSTONgolf Senior Open.

Von Petra Himmel

Er ist der Star der WINSTONgolf Senior Open, das weiß er. Aber als Bernhard Langer im April 2019 vor dem Clubhaus des Augusta National Golf Club beim US Masters über seinen einzigen Auftritt auf deutschem Boden spricht, ist er wie immer ehrlich: “Die anderen Profis, die da kommen, die können’s auch. Sonst hätte ich in all den Jahren ja irgendwann einmal gewonnen.”

Hat er bisher aber nicht. Bernhard Langer wurde 2014 auf dem Platz WINSTONlinks der 36-Löcher-Anlage in Vorbeck bei Schwerin Zweiter. 2019 soll nun für Deutschlands Ausnahmegolfer endlich der Sieg her, nachdem in
den vergangenen zwei Jahren Terminüberschneidungen einen Start Langers bei dem Turnier der europäischen
Senioren-Tour, genannt Staysure Tour, verhinderten.

Langer blendend in Form

Die Form des zweifachen US-Masters-Champions ist auch in diesem Jahr blendend: Von Januar bis Anfang Mai gewann der 61-Jährige die Oasis Championship auf der Champions Tour der Senioren in den USA und holte drei weitere Top-5-Platzierungen. Der Platz in Winston liegt ihm: “Beide Plätze sind exzellent, ich spiele sie wirklich gerne.” Dabei sind die 18 Löcher von WINSTONopen, anders als der Schauplatz der vergangenen sieben Jahre WINSTONlinks, als klassischer Parklandkurs entlang von Flüssen, Seen und Waldgebieten angelegt.

Hochklassige Konkurrenz um den Titel gibt es bei dem Turnier selbst für einen Spieler wie Langer reichlich: Mit Shaun Micheel reist der Überraschungssieger der PGA Championship 2003 an. Der dann 51-jährige Österreicher Markus Brier, erst seit 2018 auf der Seniorentour spielberechtigt, dürfte vielen deutschen Fans aus seiner aktiven Zeit auf der PGA European Tour bekannt sein. Als einer der jüngeren Spieler im Feld ist auch er ein Kandidat auf den Sieg. “Spielen können die alle”, resümiert Langer.

Bewährter ProAm-Modus

Daneben aber punkten die Senioren vor allem in einer Hinsicht: Die Profis über 50 gelten als deutlich zugänglicher, was die Kommunikation mit den Fans anbelangt. Auch deshalb hat sich der ProAm-Modus des Turniers bewährt: An den ersten beiden Spieltagen treten die Profis jeweils im Zweier-Team mit einem Amateur an, am dritten Tag spielen die Professionals allein um den Sieg. Für Bernhard Langer wäre es der 40. Titel bei den Senioren – aber der erste bei einem Heimspiel.

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