Saison-Check

The Honda Classic – Round Three

Die Saison ist fast vorbei und der Winter naht:  Zeit für eine Jahres-Bilanz und einen Trainingsplan für den kommenden Winter.

Bewertung 2018:

stammblattDas Handicap ist keinesfalls der einzige Indikator für Ihr Spiel. Aber es ist natürlich der Einfachste: Sie können erkennen, ob sie Fortschritte gemacht haben. Es gibt aber auch Spieler, deren Handicap sich nicht verbessert hat, die aber dennoch von einer erfolgreichen Saison sprechen können. Das kann der Fall sein, wenn Sie z.B. einige bedeutende Turniere in ihrem Club gut gespielt haben oder Sie eine technische Veränderung an ihrem Schwung durchgeführt haben und mit der Umstellung schnell zurechtgekommen sind.

Lassen Sie sich einmal ein Vorgabestammblatt ausdrucken. In diesem sehen Sie alle ihre Ergebnisse des Jahres und können eine kleine Statistik erstellen. Dabei sollten Sie eines aber wissen: Sobald Sie mehr als 31 Punkte erzielt haben, haben sie „Ihr“ Handicap gespielt. Denn das Handicap drückt nicht Ihre tatsächliche Spielstärke aus, sondern Ihr Potential.

Außerdem können Sie überlegen, ob Sie sich in einem technischen Bereich verbessert oder verschlechtert haben: Evtl. fliegen die Drives länger, aber die Bunkerschläge misslingen häufiger, oder die Putts sind besser geworden, aber das Chippen hat gelitten. Für die meisten Golfer steht das Ergebnis nicht an vorderster Stelle – wichtig ist vielmehr, ob häufiger gute Schläge gelungen sind.  Ein guter Schlag entschädigt für eine schlechte Runde und sorgt für Spaß auf dem Golfplatz. Je weniger Sie sich von dem Ergebnis leiten lassen, desto mehr können Sie Golf genießen und dadurch tatsächlich regenerieren.

Die nächste Saison:

Damit kommen wir zu der Überlegung, wie die kommende Saison angegangen werden könnte. Denn Winterzeit ist Trainingszeit! Leistungsgolfer periodisieren ihr Jahr in drei Phasen: Techniktraining, Erholung und  Turniere.

bebrassie-rundenanalyse-die-perfekte-golfanalyse-fDavon können Hobbygolfer lernen. Nach der Saison sollten die Schläger mal eine gewisse Zeit Pause haben, am besten im November/Dezember. Aber spätestens Mitte Januar sollte es wieder losgehen. Dabei stehen ein sinnvolles körperliches Training und ein gutes Techniktraining im Fokus. Beim guten Golf Fitness Training werden vor allem der Rumpf und der Rücken gestärkt, dazu kommen Gleichgewichts- und Rotationsübungen. In vielen guten Fitnessstudios werden solche Kurse mittlerweile angeboten. Geeignet sind auch Pilates, Power Yoga usw. Oder Sie buchen jede Woche eine Stunde mit einem Personal Trainer, der/die zu Ihnen nach Hause kommt. Das Techniktraining sollten Sie mit Hilfe ihres Pros planen. Im Winter – auch indoor – ist es gut möglich, den Schwung weiter zu verbessern. Dabei steht am Anfang nicht der Ballflug an vorderster Stelle , sondern die Bewegung. Daher kann man auch gut in ein Netz schlagen. Messinstrumente wie ein „Flight Scope“ oder ein „Trackman“ zeigen die Ergebnisse wunderbar an.

Diese Periode sollte von Januar bis Mitte März andauern. Dann gilt es, das Gelernte auf den Platz zu bringen! Dafür eignet sich eine Golfreise mit einem Pro am Besten. Der Vorteil dieser Reisen ist vielfältig: Sie kommen in wärme Gefilde, dort sind die Grüns und die Fairways meist in einem guten Zustand und Sie konzentrieren sich eine Woche lang auf Golf. Jede Bundesligamannschaft führt solche Trainingslager im Frühjahr durch. Bei den Reisen sollte aber nicht nur gespielt werden. Sondern es sollte täglich mindestens  zwei Stunden. „richtig“ trainiert werden. Richtig meint, dass es einen geplanten systematischen Aufbau mit Schwungübungen und dem Training des kurzen Spiels gibt. Das Training muss nicht Immer vor dem Spielen stattfinden, nach der Runde ist es ebenso sehr effektiv.

Zu Hause geht es dann wieder auf den eigenen Platz. Selbst bei nicht so gutem Wetter: Jacke an und raus. Dabei aber nicht das Training vergessen. Auf der Range und auf dem Platz. Beim Spielen sollten Sie häufiger mal einen zweiten Ball hinterher schlagen oder eine zweite Variante bei den kurzen Schlägen auf die Grüns versuchen.

Mit einer solchen Vorbereitung werden Sie die neue Saison körperlich wie technisch deutlich besser beginnen und viel mehr Freude auf dem Golfplatz haben.

Und die Schläger?

attachmentÜberprüfen Sie ihre Schläger nach der Pause. Sind die Griffe noch in Ordnung, das heißt ohne Mulden, Abriebstellen und noch „griffig“. Wenn nicht, dann unbedingt wechseln. Gute Spieler wechseln ihre Griffe zweimal in der Saison, Sie sollten das zumindest einmal jährlich tun. Zudem macht es Sinn, mit ihrem Pro die Zusammensetzung ihres Sets kritisch zu überprüfen. Denn sehr häufig findet sich in den Taschen ein Sammelsurium von unterschiedlichen Schlägern, die gar nicht so optimal zueinander passen. Einige Schläger, wie z.B. ein Eisen 5 oder gar Eisen 4 haben Sie wahrscheinlich seit Jahren nicht mehr gespielt. Also raus damit und durch ein passendes Hybrid ersetzen. Ebenso sollten Sie die Weges zu überprüfen. Sind die Rillen abgespielt, kann kein Spin entstehen. Und wenn Ihr Driver älter ist, als vier Jahre, dann sollten Sie zumindest mal einen neuen – mit einem auf Sie angepassten Schaft – probieren. Sie werden mit Sicherheit mehr Länge und einen stabileren Ballflug erleben.

 

 

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